Verantwortungsvolles Spielen
Unterhaltung, nicht Einkommen
Glücksspiel ist und bleibt eine Freizeitaktivität – niemals eine Einkommensquelle. Setzen Sie nur Beträge ein, deren Verlust Sie problemlos verkraften können. Erfolge sind nie garantiert; die Bank gewinnt langfristig immer. Behandeln Sie Gewinne als angenehmen Bonus, nicht als Selbstverständlichkeit. Ein gesundes Verhältnis zum Spiel ist entscheidend.
Warnsignale erkennen
Achten Sie auf Alarmzeichen wie gesteigerte Einsatzhöhen, häufiges Nachdenken übers Spiel oder Vernachlässigung anderer Pflichten. Verheimlichen Sie Ihr Spielverhalten nicht vor Angehörigen. Sollten Sie solche Muster bei sich bemerken, nutzen Sie Selbsttests von unabhängigen Beratungsstellen. Frühzeitiges Erkennen ist der erste Schritt zur Kontrolle.
Grenzen setzen
Nutzen Sie die Limit-Tools Ihrer Spielanbieter: Setzen Sie vor Spielbeginn feste Einzahlungs-, Verlust- und Zeitlimits. Halten Sie sich strikt daran – auch nach Gewinnen. Dokumentieren Sie Ihre Spielhistorie regelmäßig. Vermeiden Sie Alkohol während des Spielens, da dies die Selbstkontrolle beeinträchtigt. Getroffene Limits sind Schutzmechanismen, keine Hindernisse.
Pausen & Verluste
Machen Sie alle 30 Minuten bewusste Pausen, um die emotionale Distanz zu wahren. Verluste sind Teil des Spiels – versuchen Sie niemals, sie direkt zurückzugewinnen ('Nachsetzen'). Eine feste Abkühlphase von mindestens 24 Stunden nach größeren Verlusten hilft, klare Entscheidungen zu treffen. Spielen Sie nie unter Zeitdruck oder emotionalem Stress.
Selbstausschluss & Tools
Alle lizenzierten Anbieter bieten Selbstsperr-Optionen (wie OASIS in Deutschland) für festgelegte Zeiträume. Nutzen Sie diese präventiv oder bei ersten Kontrollverlusten. Informieren Sie sich über die Möglichkeiten jedes Betreibers vor Registrierung. Externe Sperrdienste wie Gamban können zusätzliche Barrieren schaffen. Hilfe ist immer einen Klick entfernt.
Hilfe finden
Professionelle Beratung ist kostenlos und anonym erhältlich – etwa bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter 0800 1372700 (Deutschland) oder ähnlichen Stellen in Ihrem Land. Online-Selbsthilfegruppen bieten Austausch ohne Scham. Familienangehörige von Betroffenen finden bei Suchtberatungsstellen spezifische Unterstützung. Zögern Sie nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen.